Zustände im Krankenhaus Oberwart besorgniserregend

Landesrätin Michaela Resetar hat heute über die besorgniserregenden Zustände im Krankenhaus Oberwart informiert. Leider ignoriert der ORF Burgenland dieses Thema – wir informieren Sie deshalb auf diesem Weg. 

Das Krankenhaus Oberwart ist eine Großbaustelle in der medizinischen Versorgung. Und das, obwohl die Bagger beim zuletzt 1993 renovierten Gebäude noch gar nicht rollen. Konkrete Informationen über Baubeginn, Fertigstellung und Kosten fehlen. Landeshauptmann Niessl spricht von 150 Millionen Euro, SPÖ-Landesrat Rezar gibt dazu keine Auskunft mehr. 

Medizinische Versorgung gefährdet? 
Doch das seit 2008 betriebene Hickhack rund um die Kosten und den Bau des Schwerpunktkrankenhauses ist nur die eine Seite der Geschichte. Die Sorgen und Ängste der Ärzte, Pflegekräfte und Patienten die andere. Fehlende Anästhesisten, geschlossene Abteilungen, leere Operationssäle, lange Wartelisten für chirurgische Eingriffe, flüchtende Ärzte und pensionierte Mediziner im Dienst gehören im Schwerpunktkrankenhaus seit Monaten zum Alltag. Die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung im Südburgenland scheint gefährdet, die Sorge der Menschen im Bezirk wächst. 

Der zuständige SPÖ-Landesrat Peter Rezar muss endlich Lösungen präsentieren, anstatt die Realität zu verweigern und Ärzten einen Maulkorb zu verpassen. Es ist ein großer Missstand für die Menschen der Region, dass Operationen im Krankenhaus Oberwart monatelang aufgeschoben und Ambulanzen geschlossen werden. Darüber hinaus ist der Abgang namhafter Ärzte aus dem Krankenhaus Oberwart dramatisch und die Stimmung beim Personal angespannt, erzählen Insider hinter vorgehaltener Hand.

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